Über uns

Irgendwann wurde Bedeckung zur Pflichtübung

Schwarz, weit, funktional. Ein Teil, das man anzieht, weil man es anzieht – nicht, weil man sich darin sehen will.

Modest Wear ist über die Jahre in den Hintergrund gerutscht. Getragen, aber nicht gefeiert. Während für jeden anderen Anlass neu geschnitten, neu gefärbt und neu gedacht wurde, blieb die Abaya, was sie immer war: das Teil, das man überzieht, bevor man das Haus verlässt. Zwei Modelle im Schrank, beide schwarz, beide seit Jahren.

Wir fanden das falsch. Nicht aus Prinzip – sondern weil wir selbst keine Lust mehr hatten, zum Eid in denselben drei Teilen aufzutauchen wie vor fünf Jahren.

Was sich gerade ändert

Die Generation, die jetzt kauft, hat ein anderes Verhältnis dazu. Bedeckung ist keine Einschränkung, sondern eine Entscheidung. Und Entscheidungen will man gut aussehen lassen.

Deshalb Salbeigrün statt Schwarz. Bordeaux, Taupe, Camel, Hellblau. Ein Perlensaum, der im Licht und auf Video funktioniert. Ein Kimono, der genauso über Jeans passt wie über die Abaya darunter. Farbe ist dabei kein Zugeständnis an den Trend, sondern das, was vorher einfach gefehlt hat.

Warum wir im Winter starten

Weil Winter die ehrlichste Jahreszeit für diese Art von Mode ist. Schwere Stoffe, Strick, Lagen übereinander – hier entsteht Silhouette, ohne dass man etwas weglassen müsste. Und es ist die Zeit, in der die Anlässe liegen, für die man sich wirklich anzieht.

Wie wir arbeiten

Klein und schnell. Wir starten mit wenigen Teilen und wachsen über das, was unsere Kundinnen tatsächlich tragen. Was gut ankommt, bleibt und kommt in neuen Farben zurück. Was nicht passt – im Fall, in der Naht, in der Farbe – fliegt raus.

Blickdicht ist bei uns Grundbedingung, kein Verkaufsargument. Jedes Teil wird vor dem Versand geprüft: Fall, Naht, Farbe. Wenn ein Stoff leicht durchscheint, schreiben wir es auf die Produktseite, statt es zu verschweigen.

Worum es geht

Modest Wear, das man gerne anzieht. Nicht, weil man muss.